Monheim-Lexikon: Opladener Straße
Erinnerung an ehemalige Kreisstadt
Die Landstraße 402, besser bekannt als Opladener Straße, ist seit Jahrzehnten die wichtigste Verbindung zwischen Monheim und der Nachbarstadt Langenfeld. Benannt ist sie nach der ehemaligen Kreisstadt des Rhein-Wupper-Kreises, der Ende 1974 aufgelöst wurde – Opladen ist seither ein Stadtteil von Leverkusen. Die vom Rhein-Wupper-Kreis ausgegebenen Autokennzeichen mit „OP“ sind inzwischen so gut wie ausgestorben.

- Schmal und holprig war die Fahrbahn der Opladener Straße im Mai 1959, Fuß- und Radwege gab es noch nicht. Auf dem Gleis rollten Straßenbahn und Güterzüge. Von den Häusern auf der linken Seite ist das hinterste die heute nicht mehr bestehende Gaststätte „Auf’m Sandberg“, direkt davor die Korbmacherei von Heinz Christian Holzberg. Am rechten Bildrand sind die Menk’schen Betonsteinwerke zu erkennen. (Foto: Josef Greulich / Stadtarchiv)
Im Bild dargestellt ist der Abschnitt der Opladener Straße etwa in Höhe der parallel verlaufenden Weberstraße. Im Mai 1959 passte Fotograf Josef Greulich zwar einen Moment ab, in dem kein Auto durchs Bild fuhr, aber die holprige Fahrbahn wurde für den im „Wirtschaftswunder“ rapide zunehmenden Verkehr allmählich zu schmal. Der Ausbau der Straße hatte bereits begonnen – das halbhohe Warnschild am linken Bildrand deutet es an.
Nicht nur der Autoverkehr florierte einst auf der Opladener Straße. Auf dem Gleis gleich nebenan rollten
Straßenbahnen und Güterzüge. Nur ein Grasstreifen trennte die Verkehrsstränge. Personenverkehr auf der Schiene gab es bis 1963 (seither verkehren Busse), der letzte Güterzug fuhr hier 1983. Auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft seit 1985 ein Radweg.
Die freien Flächen rechts der Opladener Straße sind heute dicht bebaut. Bei dem letzten erkennbaren Gebäude auf der linken Seite handelt es sich um die 1957 eröffnete
Gaststätte „Auf’m Sandberg“. Gründungswirtin war Klara Hermann.
Letzte Änderung: 7. August 2012
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