Sprachförderung
Bei der Sprachförderung verfolgt Mo.Ki einen ganzheitlichen Ansatz. Die gesamte Familie wird in die pädagogische Arbeit einbezogen. Zudem wird eine interkulturelle Öffnung der Kindertagesstätten angestrebt. Dazu gehören Projekte wie Rucksack, zudem Vorlesepaten, Büchereibesuche oder das Schlaumäuse-Bilderbuch.
Sprachförderung im Alltag
Einen neuen Eltern-Kurs zur Sprachförderung von Kindern im Alltag nach dem Konzept des „Heidelberger Elterntrainings“ bietet das Mo.Ki-Familienzentrum an. Diplom-Pädagogin Nilüfer Tasci und Diplom-Sozialarbeiterin Anja Roth-Reiter vom Kreisgesundheitsamt Mettmann, Nebenstelle Monheim, leiten den Kurs für bis zu zehn Eltern, deren zwei bis fünfjährige Kinder einen Sprachförderbedarf haben.
In gemütlicher Runde erhalten Eltern Informationen, wie Kinder im alltäglichen Umgang sprachlich gefördert werden können, wie sich durch Bilderbuch anschauen, Vorlesen und gemeinsames Spiel Sprache entwickelt. Mit Hilfe von praktischen Übungen werden Erfahrungen gesammelt, die die Umsetzung leicht machen.
Der Kurs läuft an sieben Terminen für je 1,5 Stunden. Weitere Informationen bei Inge Nowak, Telefon (02173) 951-195.
Kurs-Informationen Heidelberger Elterntraining (42 kb)
Informationen zum Heidelberger Elterntraining
Informationen zur Sprachentwicklung
Entwickelt sich die Sprache eines Kindes normal? Wann sollte man sich Hilfe von Fachleuten holen? Informationen zur Sprachentwicklung von der Geburt bis zum Schulbeginn gibt es in einem Faltblatt von Mo.Ki.
Faltblatt zur Sprachentwicklung (114 kb)
Kita macht Musik – Musikalische Frühförderung in der Kindertagesstätte
Kita macht Musik – einmal in der Woche treffen sich zehn bis fünfzehn Kinder aller Altersstufen zum gemeinsamen Musizieren und Singen. Möglich wird die musikalische Frühförderung durch eine Kooperation mit der städtischen Musikschule.
Angeleitet werden die Kinder durch eine Lehrerin der städtischen Musikschule und eine Erzieherin der jeweiligen Kindertagesstätte des Mo.Ki-Familienzentrums. Ziel des Projektes ist die Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung, Konzentration, Stimmbildung, Entwicklung der rhythmischen Fähigkeiten und die Förderung der Sprache und Gemeinschaft.
Gemeinsames Singen und Tanzen, Bewegungsspiele, Klatsch– und Fingerspiele sowie das Experimentieren mit Klängen und Geräuschen bilden den Inhalt der gemeinsamen Treffen. Das Angebot ist für die Kinder kostenlos und wird durch die Musikschule der Stadt Monheim am Rhein und das Mo.ki-Familienzentrum finanziert.
Fortbildung für Fachkräfte aus den Kindertagesstätten
Worauf es bei der Sprachförderung von Kindern ankommt, das erfuhren Fachkräfte aus den Kindertagesstätten bei einer Fortbildung, zu der das Netzwerk „Mo.Ki – Monheim für Kinder“ ins Rathaus eingeladen hatte.
„Im Rahmen der Bildungsoffensive 2020 bemüht sich Mo.Ki gemeinsam mit Jugendhilfeplanerin Alexandra Voos, Licht in den Dschungel der Sprachförderung zu bekommen“, berichtet Mo.Ki-Koordinatorin Inge Nowak. mehr
Bild: Mo.Ki-Fortbildung über Möglichkeiten der Sprachförderung (von links): Christa Werner-Pfeiffer (Leiterin evangelische Tagesstätte Grunewaldstraße), Anne Günter-Ditgens (Leiterin Tagesstätte St. Gereon); Lehrerinnen Birgit Sevenich und Beate Humpf vom Berufskolleg Neandertal. Foto: Mo.Ki
Kooperation mit der Kunstschule: „BildSprache – SprachBilder“
Bilder in Sprache und Sprache in Bilder zu transformieren sind die Ziele dieses Angebotes in allen fünf Kindertagesstätten des Berliner Viertels. Neben dem spielerischen Erlernen des Umgangs mit Farben, Formen und künstlerischen Techniken wird nicht nur die bildnerische sondern auch die verbale Ausdruckskraft gefördert.
Die universelle Sprache von Bildern ist auch für Migranten-Kinder eine unschätzbare Hilfe, spielerisch Deutsch zu erlernen. Das Projekt wird durch den Landschaftsverband Rheinland, Aktionsplan „Frühe Förderung von Kindern“, gefördert.
Schlaumäuse-Bilderbuch
In der Tagesstätte Oranienburger Straße ist ein Bilderbuch entstanden, das Kinder aus Deutschland, der Türkei, Polen, Marokko und Italien gemeinsam am Computer gestaltet haben.
Schlaumäuse-Bilderbuch hier abrufen (355 kb).
Sprachförderung von Migrantenkindern

Das Gemeinschaftsprojekt "Rucksack" von Arbeiterwohlfahrt, Jugendamt und Kreisgesundheitsamt startete im Jahre 2001 und wird im Rahmen von Mo.Ki fortgeführt.
Ständige Qualifizierung gehört zum Programm von Mo.Ki. Die Elternbegleiterinnen der Rucksackgruppen in der städtischen und den AWO-Kindertagesstätten wurden geschult und weitergebildet. Herr Bozkir, Mitarbeiter der Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) in Aachen bereicherte die Ausstattung um zahlreiche Bücher in zwei Sprachen.
Ansprechpartnerinnen:
Anna Schiffer (Kreis Mettmann)
Weitere Informationen:
Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien
Internetportal zu den Förderprogrammen "Rucksack" und "Griffbereit"
Mit Hokus und Lotus Kinder aus Zuwandererfamilien fördern
"Hokus und Lotus" ist ein Sprachförderprogramm für das Erlernen einer Fremdsprache im frühkindlichen Alter, das bereits seit 2005 in Monheimer Kindertagesstätten eingesetzt wird. Die Hauptfiguren, Hokus und Lotus, sind Dinokroks, eine Mischung aus Dinosaurier und Krokodil. Die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen (RAA) empfiehlt "Hokus und Lotus" als Deutsch-Lernprogramm für Kinder aus Zuwandererfamilien ab dem Alter von drei, die als Sprachanfänger in der Zweitsprache in die Kindertageseinrichtungen kommen.