Gesundheitsförderung
Das Netzwerk Monheim für Kinder (Mo.Ki) möchte Kinder in ihren gesamten Lebenssituationen stärken und fördern.
Dazu zählen auch Projekte zur Gesundheitsförderung (Gesundheitsvorsorge, Bewegungsangebote und die Unterstützung bei der gesunden Ernährung). Es besteht eine Kooperation mit dem Kreisgesundheitsamt.
Mo.Ki-Kinder besuchten Pferd „Tcheeky“
Bekanntschaft mit „Tcheeky“ machten sechs Kinder und zwei Erzieherinnen der evangelischen integrativen Kindertagesstätte Grunewaldstraße vom Mo.Ki-Familienzentrum Berliner Viertel. In Bergisch Neukirchen besuchten sie Jennifer Kremers. Die Honorarkraft des Familienzentrums ist Besitzerin des Pferdes „Tcheeky“.
Zunächst blickten die Kinder gespannt und respektvoll auf das Pferd; einige eher mutig, andere ängstlich. Nach und nach trauten sich alle, „Tcheeky“ zu berühren, zu füttern und sogar zu reiten, einfühlsam angeleitet von Jennifer Kremers. „Die Pferde und den Stall riechen, das Wiehern hören, Fell streicheln, Gleichgewicht auf dem Pferderücken halten und die weichen Lippen des Pferdes spüren, die das hingehaltenen Leckerli aufnehmen – das war für die Kinder ein Erlebnis mit allen Sinnen“, berichtet Christa Werner-Pfeiffer, die Leiterin der Tagesstätte.
Sichtlich gewachsen und stolz verabschieden sich die Kinder nach zwei Stunden. Damit noch viele Kinder diese positiven Erfahrungen machen können, werden die Besuche bei „Tcheeky“ und Jenny in der Tagesstätte regelmäßig angeboten.
Viel Bewegung macht Kinder „fit wie ein Turnschuh“
„Fit wie ein Turnschuh“ – das sind die fünf Kindertagesstätten im Berliner Viertel, seit sie am Bewegungs- und Fitnessprogramm des Deutschen Turner-Bundes teilgenommen haben.
Das Mo.Ki-Familienzentrum war schon zum dritten Mal dabei, diesmal mit mehr als 110 Vorschulkindern. Das über mehrere Monate laufende Programm endet kurz vor den Sommerferien.
Altersgemäße Übungen fördern Ausdauer, Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Körperspannung. Muskelgruppen an Armen, Bauch und Beinen werden trainiert. Bei allen Übungen steht die Freude an der Bewegung im Vordergrund. Das Bedürfnis nach Spiel, Sport und Bewegung bildet die Grundlage dieser Aktion.
Die Kinder absolvierten insgesamt 48 Übungen, wobei Trainingsschwerpunkte individuell zusammengestellt wurden. „Die Verbesserung ihrer Geschicklichkeit, Ausdauer oder Schnelligkeit konnten die Kinder sehr schnell erkennen“, berichtet Mo.Ki-Koordinatorin Inge Nowak.
Die Kinder wurden nicht nur durch ihre eigene Leistung gestärkt, sondern erfuhren zusätzliche Anerkennung durch Urkunden. In der Abschlussfeier in der Evangelischen Integrativen Kindertagesstätte Grunewaldstraße durchliefen die Eltern einen Rundgang des Trainings und kamen dabei ins Schwitzen. „Da steigt die Achtung vor der Leistung der Kinder steigt enorm“, sagt Inge Nowak.
Wassergewöhnung: Kinder besuchen das mona mare
Wasserscheu sind sie keineswegs mehr, die Kinder aus der AWO-Tagesstätte Grünauer Straße, die zum Mo.Ki-Familienzentrum gehört. Seit dem Frühjahr steht „Wassergewöhnung“ auf dem Programm. Bis zu zehn Kinder gehen dazu einmal in der Woche ins mona mare.
Begleitet werden sie von einer Erzieherin und Leonie Klapp. Sie ist stellvertretende Ausbildungsleiterin für Schwimmen beim Ortsverein der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und erläutert: „Die Wassergewöhnung ist kein Schwimmunterricht, sondern die Vorstufe dazu. Das Schwimmenlernen kann dann ab fünf Jahren in speziellen Kursen beginnen.“
„Die Kinder waren von dem neuen Angebot sofort begeistert“, berichtet Martina Orosz, Leiterin der Tagesstätte. „Selbst Kinder, die zuvor sehr vorsichtig oder ängstlich waren, sind inzwischen mutig – die Wasserrutsche ist kein Problem mehr.“ Somit zeigt sich wieder einmal: In der Gruppe lernt es sich leichter. „Kinder können oft schneller Ängste überwinden, wenn mutigere dabei sind“, bestätigt Leonie Klapp.
Für Kinder, die noch nie im Schwimmbad waren, ist bereits das ins Wasser gehen ein großer Schritt. Es folgen Übungen wie das Liegen im Wasser auf „Poolnudeln“ oder das Tauchen. Für die Vorschulkinder des Mo.Ki-Familienzentrums gehört die Wassergewöhnung zur Vorbereitung auf die Schule. Aufgrund des großen Erfolgs wurde eine zweite Gruppe mit vierjährigen Kindern eröffnet.
Erste Hilfe mit Vorschulkindern
Ein Erste-Hilfe-Kurs mit zukünftigen Schulkindern fand im Mo.Ki-Familienzentrum statt. Den Kurs leitete Tanja Egloffstein, Ausbildungsleiterin der Johanniter Unfallhilfe für den Kreis Mettmann.
An zwei Tagen lernten die Kinder der AWO-Kindertagesstätten Prenzlauer Straße und Grünauer Straße und der evangelischen integrativen Kindertagesstätte Grunewaldstraße wie sie sich bei kleineren Unfällen oder Verletzungen verhalten sollten.
Die Kinder übten Pflaster an Knien und Fingern und Kopfverbände anzulegen und hatten ausreichend Gelegenheit, das Gelernte mit viel Spaß in Partnerübungen auszuprobieren.
Mo.Ki startet beim Gänseliesellauf
Beim jährlichen Gänseliesellauf der Sportgemeinschaft Monheim nimmt Mo.Ki, das Familienzentrum der fünf Kindertagesstätten im Berliner Viertel, seit 2003 mit vielen Kindern teil. 2009 beteiligten sich 128 Kinder.
Ins Leben gerufen wurde das Team „Berliner Viertel – wir starten durch“ von den damaligen Stadtteilmanagern Dirk Ruß und Franz-Josef Ingenmey.
„Das Training für den Gänseliesellauf ergänzt unsere anderen Bewegungsangebote. Dazu zählen Fit wie ein Turnschuh, Trampolinkurse, Lott Jonn und Bewegungs-Traum“, erläuterte Mo.Ki-Koordinatorin Inge Nowak.
Für die Kinder ist es ein großes Erlebnis, gemeinsam zu trainieren und dann am Gänseliesellauf teilzunehmen. Gestärkt werden dabei nicht nur die Kondition, sondern auch der Teamgeist.
Schaubild über die Entwicklung der Teilnehmerzahlen ab 2003 bis 2009 (59 kb)
Klangmassage für Kinder

Die Klangmassage bringt auch hibbelige Kinder zur Ruhe. Eine ebenso ungewöhnliche wie wirksame Entspannungsmethode steht wöchentlich auf dem Programm von Mo.Ki, dem Familienzentrum der fünf Kindertagesstätten im Berliner Viertel.
Die Kinder erhalten eine kleine Einführung, die Klangschalen werden vorgestellt und mit Wasser gefüllt. Dann legen sich die Kinder im Kreis auf den Bauch. Die Klangschalen werden auf ihren Rücken gelegt und angeschlagen. Die Schwingungen, in die das Wasser gerät, übertragen sich auf die Körper der Kinder. Bei einer anderen Übung stellen sich die Kinder in die wassergefüllte Schale. Auch viele Eltern haben sich von der entspannenden Wirkung überzeugt und sind begeistert.
„Zum einen wird hier die Körperwahrnehmung gestärkt, zum anderen muss es ein sehr angenehmes Gefühl sein, denn insbesondere unruhige Kinder lieben es und fordern, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein“, berichtet Gaby Fromm, Leiterin der AWO-Tagesstätte Prenzlauer Straße.
„Lässt man einen Stein in einen Teich fallen, so entstehen konzentrische Wellen, die sich über den gesamten Teich ausbreiten. Jedes Molekül des Wassers wird auf diese Weise in Bewegung versetzt. Dieses Bild lässt sich gut auf unseren Körper übertragen, denn er besteht zu achtzig Prozent aus Wasser“, erläutert Klangpädagogin Lisa Lux.
Zum Internetangebot von Klangpädagogin Lisa Lux
Bewegungs-Traum fördert Kinder
Der „Bewegungs-Traum“ ist ein wöchentliches Angebot für Eltern und Kinder des Mo.Ki-Familienzentrums der AWO-Kindertagesstätte in der Prenzlauer Straße, Bewegung gemeinsam mit den Kindern zu erleben.
Besonders Kinder im Kleinkind- und Vorschulalter lernen in erster Linie durch Wahrnehmung und Bewegung. Sie „begreifen“ und „erfassen“ die Umwelt aktiv.
„Bewegungs-Traum“ stärkt die Phantasie und Kooperationsfähigkeit der Kinder, lässt Kreativität freien Raum und lädt zum Experimentieren ein. Geschichten werden erfunden und erzählt. Mit wenigen Materialien werden die Geschichten in Aktivität umgesetzt.
„Bewegungs-Traum“ wird geleitet von der Diplom-Pädagogin Ingrid Scholz-Graser.
Entdeckungsreise in die Welt der Ernährung
Die Ausstellung „Entdecke die Welt der Ernährung” ist seit drei Jahren zu Gast beim Netzwerk „Mo.Ki – Monheim für Kinder”. Spannend und lustig aufbereitete Litfaß-Säulen liefern kindgerechte Informationen über gesundes Essen; Spiele animieren zum Sehen, Fühlen und Begreifen zum Thema „Endecke die Welt der Ernährung“.
Die vom Iglo-Fonds entwickelte werbefreie Ausstellung erzählt Wissenswertes und Spannendes aus der Welt der Ernährung. Kinder lernen Obst, Gemüse und andere Lebensmittel von ganz neuen Seiten kennen. „Warum gibt es was zu essen? Braucht unser Körper Pommes mit Mayo? Warum können wir nicht nur Schokolade essen?”
Die Ausstellung findet jedes Jahr in der Woche nach den Osterferien in der Volkshochschule statt.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund
Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter
Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft (aid)
Kostenlos Obst, Gemüse und Brot für Kindertagesstätten
Einmal wöchentlich erhalten die Kindertagesstätten im Berliner Viertel kostenlos eine Kiste mit Obst, Gemüse und Brot von der „Tafel” des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer (SKFM).
Durch die Kooperation kann den Kindern für das Frühstücksbuffet oder die Zwischenmahlzeiten zusätzlich gesundes Essen angeboten werden. Die Kooperation wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kindertagesstätten, besonders aber von den Kindern begrüßt und gern angenommen.
Ich geh zur U! Und du?
In dem Projekt "Ich geh zur U! Und du?" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben das Kreisgesundheitsamt und Mo.Ki. in der ersten Pilotphase mit dem abgebildetetn Foto den ersten Preis gewonnen.
Die Jury war einhellig der Meinung, dass das Wettbewerbsfoto, das alle beteiligten Einrichtungen zu einem großen U zusammenführt, im besten Sinne den Anforderungen des Fotowettbewerbs gerecht geworden sind. Die Idee der Vernetzung vor Ort und der Aufforderungscharakter der Aktion "Ich geh zur U und Du!" wurde in ein orginelles Fotomotiv umgesetzt.
Beteiligt sind Kinder, Erzieherinnen und Eltern der AWO-Kindertagesstätten Prenzlauer und Grünauer Straße, der evangelischen Einrichtung Grunewaldstraße und der städtischen Einrichtung Oranienburger Straße. Listen wurden erstellt, mehrsprachige Broschüren verteilt, Plakate aufgehängt, viele Gespräche geführt und Urkunden vergeben, um über die Bedeutung der Vorsorgeuntersuchungen aufzuklären.
Persönlicher Kalender für U-Untersuchungen und Impfungen