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Ulla-Hahn-Haus – Zentrum für Sprachförderung

Die Schriftstellerin Ulla Hahn ist in Monheim an der Neustraße aufgewachsen. Ihr Elternhaus will die Stadt Monheim am Rhein in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis zu einem Lese- und Sprachförderzentrum entwickeln.

Das Vorhaben wird von einem Kuratorium begleitet und unterstützt. Dessen konstituierende Sitzung am 15. Juli 2010 ist zugleich der Start für ein vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stiftung Monheim der Stadtsparkasse Düsseldorf bezuschusstes Sprachförderprojekt. Dem Kuratorium gehören an:

  • Foto: Schriftstellerin Ulla HahnDr. Ulla Hahn (Vorsitzende)
  • Dr. Klaus von Dohnanyi, ehemaliger Bundesminister und Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Daniel Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein
  • Tim Brühland, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Monheim am Rhein
  • Beate Möllers, Abteilung Kultur der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Anne Ackers-Weiss, Mitglied des Vorstands des Friedrich-Bödecker-Kreises NRW e. V.
  • Frank Meißner, Lehrer und Pädagoge
  • Dr. Ingrid Hintz, Literaturdidakterin an der Universität Hildesheim
  • Christian Linker, Kinderbuchautor aus Köln

Projektbeschreibung Ulla-Hahn-Haus


Aus einem bescheidenen Winkel in den Himmel springen

Ulla Hahns Romane „Das verborgene Wort“ (2001) und „Aufbruch“ (2009) schildern das Aufwachsen des Mädchens Hilla Palm in Dondorf am Rhein. Beide Bücher sind voller autobiographischer Reminiszenzen. Seitdem Ulla Hahn 2003 erstmals zu einer Lesung in ihre alte Heimatstadt kam, haben sich enge wechselseitige Kontakte entwickelt. Sie münden jetzt in den Aufbau des Ulla-Hahn-Sprachförderzentrums.

Foto: In der rechten Hälfte des Hauses Neustraße 2/4 wuchs die Schriftstellerin Ulla Hahn auf. Luftbild aus dem Jahr 1959 (Ausschnitt).Die Stadt hat das Doppelhaus Neustraße 2/4 gekauft. „Wunderbar und bewegend“ nannte es Ulla Hahn, dass das Gebäude „viele Abbruchwünsche überstanden“ habe. Das Wort Epikurs, auch aus einem bescheidenen Winkel könne man in den Himmel springen, habe sie am eigenen Leib erfahren.

Deshalb freue sie sich, wenn ihr Elternhaus künftig der Sprachförderung für benachteiligte Kinder diene. Genauso wichtig sei es aber, bei allen Kindern Lesevergnügen und Leselust zu wecken.

Die Arbeit des Förderzentrums wird von der Stiftung Monheim der Stadtsparkasse Düsseldorf mit jährlich 40 000 Euro unterstützt. Das Land gibt weitere 20 000 Euro jährlich. Die gesamte Förderung ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Mit den Landesmitteln soll auch ein Förderpreis für junge Schriftsteller ausgeschrieben werden.

Bevor das Förderzentrum im Ulla-Hahn-Haus untergebracht werden kann, muss es umgebaut und saniert werden. Die Kosten sind auf 460 000 Euro veranschlagt. Die Stadt übernimmt einen Anteil von 200 000 Euro und bemüht sich darüber hinaus um Sponsoren.


 
 
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