Ulla-Hahn-Haus – Zentrum für Sprach- und Leseförderung

Schriftstellerin Ulla Hahn

Die Schriftstellerin Ulla Hahn ist in Monheim an der Neustraße aufgewachsen. Ihr Elternhaus will die Stadt Monheim am Rhein zu einem Sprach- und Leseförderzentrum entwickeln. Seit dem 1. August 2011 hat die Bibliothek Monheim am Rhein gemeinnützige Gesellschaft mbh die Trägerschaft für das Projekt inne.

Das Vorhaben wird von einem Kuratorium begleitet und unterstützt. Dessen konstituierende Sitzung am 15. Juli 2010 ist zugleich der Start für ein vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stiftung Monheim der Stadtsparkasse Düsseldorf bezuschusstes Sprachförderprojekt. Dem Kuratorium gehören an:

  • Dr. Ulla Hahn (Vorsitzende)
  • Dr. Klaus von Dohnanyi, ehemaliger Bundesminister und Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Daniel Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein
  • Tim Brühland, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Monheim am Rhein
  • Beate Möllers, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW
  • Anne Ackers-Weiss, Mitglied des Vorstands des Friedrich-Bödecker-Kreises NRW e. V.
  • Frank Meißner, Lehrer und Pädagoge
  • Dr. Ingrid Hintz, Literaturdidaktikerin an der Universität Hildesheim
  • Christian Linker, Kinderbuchautor aus Köln

Aus einem bescheidenen Winkel in den Himmel springen

In der rechten Hälfte des Hauses Neustraße 2/4 wuchs die Schriftstellerin Ulla Hahn auf. Luftbild aus dem Jahr 1959 (Ausschnitt).

Ulla Hahns Romane [extern]„Das verborgene Wort“ (2001) und [extern]„Aufbruch“ (2009) schildern das Aufwachsen des Mädchens Hilla Palm in Dondorf am Rhein. Beide Bücher sind voller autobiographischer Reminiszenzen. Seitdem Ulla Hahn 2003 erstmals zu einer Lesung in ihre alte Heimatstadt kam, haben sich enge wechselseitige Kontakte entwickelt. Sie münden jetzt in den Aufbau des Ulla-Hahn-Sprachförderzentrums.

Die Stadt hat das Doppelhaus Neustraße 2/4 gekauft. „Wunderbar und bewegend“ nannte es Ulla Hahn, dass das Gebäude „viele Abbruchwünsche überstanden“ habe. Das Wort Epikurs, auch aus einem bescheidenen Winkel könne man in den Himmel springen, habe sie am eigenen Leib erfahren.

Deshalb freue sie sich, wenn ihr Elternhaus künftig der Sprachförderung für benachteiligte Kinder diene. Genauso wichtig sei es aber, bei allen Kindern Lesevergnügen und Leselust zu wecken.

Die Arbeit des Förderzentrums wird von der Stiftung Monheim der Stadtsparkasse Düsseldorf mit jährlich 40 000 Euro unterstützt. Das Land gibt weitere 20 000 Euro jährlich. Die gesamte Förderung ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Mit den Landesmitteln soll auch ein Förderpreis für junge Schriftsteller ausgeschrieben werden.

Der Umbau soll durch Landes- und städtische Mittel realisiert werden.


Die Arbeit hat begonnen

Julia Gerhard

Die inhaltliche Arbeit hat aber bereits begonnen. Im Oktober 2010 hat die Diplom-Kulturwissenschaftlerin Julia Gerhard die Projektleitung für das Ulla-Hahn-Haus übernommen und will durch vielfältige Angebote schon vor der Eröffnung in der Neustraße Vermittlungsangebote rund um Sprache und Literatur in die Stadt bringen.

Die frühe Sprachförderung ist dabei ein wichtiger Bestandteil und soll zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Monheimer Kindertagesstätten umgesetzt werden. Geplant sind unter anderem Hörspielprojekte und eine Poesiewerkstatt. Außerdem entsteht ein breit gefächertes Angebot für ältere Kinder und Jugendliche: vom Vorlesetheater über einen Schreibwettbewerb bis zum Jugendleseclub.

Diese Angebote finden in engen Kooperationen mit Schulen und Freizeiteinrichtungen sowie dem Jugendamt statt. So sollen die unterschiedlichen bestehenden Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen in Monheim aufgegriffen und gefördert werden.


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Im Jugendleseclub alles über Bücher erfahren

Einladung zum Jugendleseclub

Lesen allein macht manchmal nicht glücklich. Im Monheimer Jugendleseclub haben Jugendliche die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen auszutauschen, was sie gerade lesen.

Tolle Neuerscheinungen werden vorgestellt und zusammen besprochen. Welches Buch zum Gähnen ist und bei welchem man die Nacht durchwacht (und am nächsten Tag dafür umso mehr gähnt!) – der Jugendleseclub weiß Bescheid und gibt sein Wissen gern weiter.

Monatlich entsteht ein bunter Podcast mit Buchbesprechungen, Interviews und Umfragen. Auf CD gepresst, liegt er in der Stadt aus und wird im Internet weltweit zugänglich. „Neue Mitleser sind immer willkommen“, lädt Projektleiterin Julia Gerhard ein.

Der Monheimer Jugendleseclub ist eine Kooperation zwischen der Bibliothek und dem Ulla-Hahn-Haus. Die Stiftung Lesen steht dem Jugendleseclub als Pate zu Seite – aber auch lokal erfährt das Projekt Unterstützung durch die Bücherstube Rossbach und die Theissen Medien Gruppe.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren und findet ab 13. Januar 2011 donnerstags von 16 bis 17 Uhr in der Bibliothek (Tempelhofer Straße 13) statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Kontakt

Julia Gerhard

c/o Bibliothek Monheim am Rhein gGmbH

Tempelhofer Straße 13

40789 Monheim am Rhein

Telefon (02173) 951-5850 (dienstags bis donnerstags)

[E-Mail]jgerhard@kulturserver-nrw.de