Internetangebot der Stadt Monheim am Rhein



Politik für und mit Menschen mit Migrationsgeschichte

Gemeinsam mit der Kommunalwahl im Jahr 2004 sollte eine Neuwahl des seit 1995 in dritter Wahlperiode bestehenden Ausländerbeirates der Stadt Monheim am Rhein stattfinden. Trotz Öffentlichkeitsarbeit und intensiver Kontakte zu einzelnen Interessenten sowie amtierender Beiratsmitglieder wurden keine Wahlvorschläge eingereicht. Die Wahl musste daraufhin abgesagt werden.

Damit bis zum nächsten Wahltermin 2009 in Monheim am Rhein lebende Migrantinnen und Migranten an die Möglichkeiten der politischen Meinungsbildung herangeführt und beteiligt werden, wurde dem Ausschuss für öffentliche und soziale Angelegenheiten durch Beschluss des Rates der Stadt Monheim am Rhein vom 21. Juni 2006 das Thema Integration zugewiesen. Zudem soll er um fünf sachkundige Einwohnerinnen oder Einwohner als Vertretung der Migrantinnen und Migranten erweitert werden.

Logo Komm-InIm Stadtgebiet sind verschiedene Verbände, Träger und Migranten-Selbstorganisationen mit unterschiedlichen Angeboten und Aktivitäten (Erstberatung, Sprachförderung, Gesprächsrunden, Kulturangebote und Freizeitgestaltung) tätig. Zum jetzigen Zeitpunkt agieren sie noch ohne ausreichende Kooperation oder Vernetzung. Die gemeinsame Nutzung gewonnener Erfahrungen und Problemlösungen ist dadurch häufig erschwert.

Die Stadt Monheim am Rhein ist eine der zehn Städte des Kreises Mettmann. Der Ausländeranteil des Kreises beträgt 10,7 Prozent, der der Stadt Monheim am Rhein 11,7 Prozent oder 5012 Personen (Stand: 1. Juli 2006). Davon leben 3113 im Berliner Viertel, einer Großwohnanlage aus den 1960er-Jahren.

Die größten Nationalitätengruppen unter den Migrantinnen und Migranten bilden die Türken mit 1981, Italiener mit 400, Serbien-Montenegriner mit 351, Griechen mit 256, Polen mit 255 und Marokkaner mit 251 Personen.

Bestandsaufnahme zur Integration von Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationsgeschichte in Monheim am Rhein – Stichtag: 15.Dezember 2006 (171 kb)

Die Projektarbeit hat zum Ziel, die politische Teilhabe von Migrantinnen und Migranten durch Einbindung als sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner in den Ausschuss für öffentliche und soziale Angelegenheiten und Integration weiter zu ermöglichen. Diese Personen wiederum tragen bei zur Herstellung von Kontakten zu den jeweilig vertretenen Nationalitäten.

Zudem vermitteln sie Informationen über ihre politische Arbeit in ihre jeweiligen Bezugsgruppen. In der langfristigen Perspektive sollen so Bewerberinnen und Bewerber für die reguläre Wahl eines Integrationsbeirats zur Kommunalwahl 2009 gewonnen werden.

Darüber hinaus ist erkannt worden, dass bereits erfolgreiche, aber auch neue Projekte der Stadt Monheim am Rhein in ihren Wirkungsmöglichkeiten allein dadurch verbessert werden können, dass sie und alle Mitwirkenden miteinander und mit dem neuen Projekt Integration vernetzt werden.


Vorgeschichte und Projektverlauf

• September 2004: Absage der Neuwahl des Ausländerbeirats, da keine Wahlbewerbungen eingereicht wurden.

• 28. April 2006: Bürgermeister Dr. Thomas Dünchheim beauftragt den Bereich Ordnung und Soziales, eine Integrationsoffensive zu starten.

• 21. Juni 2006: Der Rat der Stadt Monheim am Rhein beschließt, dem Ausschuss für öffentliche und soziale Angelegenheiten das Thema Integration zuzuweisen. Zudem soll der Ausschuss um fünf sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner als Vertretung der Migranten erweitert werden.

• 31. August 2006: Bewilligung von Fördermitteln aus dem Komm-In-Programm des Landes Nordrhein-Westfalen für das Projekt „Politik für und mit Menschen mit Migrationsgeschichte“. Bewilligungszeitraum: 1. September 2006 bis 28. Februar 2007. Prozessbegleitung durch: Arbeitsgemeinschaft der Firma Condimento.net, Marsiliusstraße 48, 50937 Köln, mit dem Institut für soziale Innovation, Opferfelderstraße 22, 42719 Solingen.

Foto: Auf breites Interesse stößt die Integrations-Initiative, die zur Wahl eines Beirats im Jahr 2009 führen soll. Die Aktiven trafen sich am runden Tisch im Stadtteilcafé Berliner Viertel.• Oktober 2006: Interviews mit aktiven Einzelpersonen (Schlüsselpersonen) sowie Migranten-Selbstorganisationen

• November / Dezember 2006: Planungsworkshop und Reflexionsgespräche

• 11. Januar 2007: Vorstellung der Aktivitäten der in Monheim am Rhein ansässigen Ausländervereine und Initiativen.

• Februar / März 2007: Erneute Beantragung von Fördermitteln aus dem Komm-In-Programm des Landes Nordrhein-Westfalen, Förderzeitraum: 1. Mai.2007 bis 29. Februar 2008

• 19. März 2007: Unter dem Titel „Zukunft gemeinsam gestalten“ präsentieren im Ratssaal Migrantinnen und Migranten sowie Vertreter von Rat und Verwaltung ihre Vorstellungen von politischer Mitwirkung und Integration.

• 19. Juli 2007: Erteilung des Bewilligungsbescheides von Fördermitteln aus dem Komm-In-Programm des Landes Nordrhein-Westfalen

• 26. Juli 2007: Öffentliche Gesprächsrunde im Rathaus zur Vorbereitung eines Integrationsforums

• 6. September 2007: Öffentliche Gesprächsrunde im Rathaus; Absage des geplanten Integrationsforums aus Mangels Beteiligung, stattdessen Planung eines öffentlichen Auftrittes auf dem Martinsmarkt und Planung einer Ausstellung zum Thema „Weltreligionen, Weltethos, Weltfrieden“.

• 11. November 2007: Teilnahme am Martinsmarkt mit Aktionszelt zum Thema „Integration“.

• 16. November 2007: Ausstellungseröffnung „Weltreligionen, Weltethos, Weltfrieden“ in der Volkshochschule. Die Ausstellung ist bis 7. Dezember zu sehen. Zur Ausstellung gibt es mehrere Begleitveranstaltungen.

• 1. Januar 2008: Einrichtung eines Integrationsbüros.

• 15. Februar 2008: Herausgabe einer Broschüre für Neubürger, die direkt aus dem Ausland zuziehen.

• 2. April 2008: Wahl der vier (von fünf möglichen) sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner in den Ausschuss für öffentliche und soziale Angelegenheiten durch den Rat der Stadt Monheim am Rhein. Gewählt wurden Frau Hidayet Öksüz, Frau Biserka Basic, Herr Abdelhafid Akrouch und Herr Erkan Güneser.

• 11. September 2008: Nach Vorberatung im Ausschuss für öffentliche und soziale Angelegenheiten und Integration beschließt der  Rat der Stadt Monheim am Rhein die Verleihung eines künftig jährlich zu vergebenden Integrationspreises mit einem Preisgeld von 1.000 Euro. Zugleich beschließt er die Richtlinien zur Vergabe des Integrationspreises.

• 18. September 2008: Öffentliche Vorbesprechung für das erste Monheimer Integrationsforums am 15. November 2008 im Bürgerhaus Baumberg.

• 23. September 2008: Erstmalige Herausgabe des „Newsletter Integration“ des Integrationsbüros

• 17. Oktober 2008: Bewerbungsschluss für Vorschläge zum Integrationspreis 2008 der Stadt Monheim am Rhein

• 20. Oktober 2008: Sitzung der Jury zur Verleihung des Integrationspreises, Sichtung und Wertung der acht eingereichten Vorschläge. Die Jury beschließt die Aufteilung des Integrationspreises zu gleichen Teilen an Frau Gülendam Yilmaz und an den Marokkanischen Verein für soziale und kulturelle Aktivitäten e. V.

• 6. November 2008: Der Rat der Stadt Monheim am Rhein beschließt die Verleihung des Integrationspreises 2008 nach einstimmigem Beschluss der Jury vom 20.10.2008

• 15. November 2008: Erstes Monheimer Integrationsforum „Tag der internationalen Begegnung“ mit Verleihung des Integrationspreises

Komplette Übersicht „Vorgeschichte und Projektverlauf“ (32 kb)


Was bisher geleistet wurde: Dokumentation 2006/2007

Verlauf, Inhalt und Ergebnisse des Komm-In-Projekts 2006/2007 sind ausführlich in einer 76-seitigen Broschüre dokumentiert.

Dokumentation herunterladen (1,87 mb)

Gedruckte Exemplare sind beim Integrationsteam im Rathaus erhältlich.


 
 
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