Internetangebot der Stadt Monheim am Rhein



Natur und Kultur im Marienburgpark

Die "Euroga 2002 plus", die zweite "Regionale" des Landes Nordrhein-Westfalen, ging im Oktober 2003 zu Ende. Im Raum Düsseldorf / Mittlerer Niederrhein und in den angrenzenden Niederlanden beteiligten sich insgesamt 58 Städte und Gemeinden und drei Kreise mit über 120 Projekten an dieser grenzüberschreitenden regionalen Zusammenarbeit.

Alle Projekte bleiben erhalten und sollen die Region nachhaltig stärken. In Monheim am Rhein sind es der Marienburgpark und der Rheinbogen, in denen Erholung, Natur und Kultur eine Symbiose eingehen. Vom Park zum Rhein und umgekehrt ergeben sich eindrucksvolle Blickachsen. Der Marienburgpark ist Schauplatz großer Open-Air-Veranstaltungen, die von Marke Monheim organisiert werden.

Foto: Spaziergänger zwischen Marienburg und Deichlandschaft

Die Marienburg

Die im Park stehende Marienburg errichtete der Kölner Architekt August Carl Lange 1879/80 für den Landtags- und Reichstagsabgeordneten Eugen von Kesseler, den damaligen Besitzer des benachbarten Großen Hofes. Das Gebäude war als Landhaus geplant, es sollte der Familie Kesseler zum Sommeraufenthalt dienen.

Den Namen "Marienburg" trug der rote Backsteinbau schon bei der Erbauung. Es war der Wunsch des Bauherrn, an den gleichnamigen Hauptsitz des Deutschen Ritterordens in Westpreußen zu erinnern. Der war im 14. Jahrhundert Wirkungsort des Hochmeisters Winrich von Kniprode. Es wird als sicher angenommen, dass Winrich von einer Ansiedlung stammte, die im heutigen Knipprather Wald lag.

Grafik: Als der Architekt August Carl Lange 1881 über die von ihm entworfene und gebaute Marienburg schrieb, verwendete er zur Illustration diese Zeichnung. Architekt August Carl Lange lebte von 1834 bis 1884. Er projektierte zahlreiche sakrale und einige profane Bauten in der näheren und weiteren Umgebung von Köln. Mehr als fünfzigmal zeichnete August Lange für Bau, Erweiterung oder Restaurierung von Kirchengebäuden verantwortlich.

Unter seiner Leitung wurden etwa die Pfarrkirchen St. Martinus in Euskirchen, St. Martinus in Zons, St. Stephanus in Hitdorf und St. Stephanus in Köln-Lindenthal erbaut. Wesentlich beeinflusst war Lange vom neogotischen Stil, dessen Ideen er in seinen Bauwerken schöpferisch umsetzte. Diese Stilelemente sind auch an der Marienburg zu erkennen.

Zwar erfolgte der Innenausbau nach Aussage des Architekten "in einfachster Weise", der Einbau von Wandschränken in allen Zimmern, Wasserleitung und Wasser-Klosetts spricht aber dafür, dass man es an Annehmlichkeiten nicht fehlen lassen wollte. Dazu gehörte auch der Aussichtsplatz über der Mitte des Hauses, von dem aus man eine schöne Fernsicht über den Rhein bis nach Köln und ins Bergische Land hinein genießen konnte. Die Baukosten für den adeligen Landsitz lagen bei 75.000 Mark.

Foto: Der Marienburgpark während der Licht- und Klanginstallation "illumina" Das Umfeld der Burg wurde repräsentativ gestaltet. Die Zu- und Umfahrt war durch Baumreihen gesäumt. Rasenparterren waren mit formalen Rosenbeeten versehen und rückwärtig schmückte ein Wasserbassin mit Quellschale und Staudenpflanzungen den Verandabereich. Die Feldseite des Großen Hofes wurde mit den sogenannten Kutscherhäuschen verschönert, die ebenfalls die getreppten Giebel besitzen.

Während weite Teile des Parks durch die Stadt Monheim am Rhein erworben wurden, sind die Marienburg selbst und das unmittelbare Umfeld Privatbesitz.

Der Marienburgpark ist Teil der Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas

Marienburgpark der Stadt Monheim am Rhein
Haupteingang Bleer Straße, zwei weitere Eingänge an der Parkstraße
Öffnungszeiten:
Mai bis September 8 bis 22 Uhr
Oktober bis April 9 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Anreise

  • Mit dem Auto aus Richtung Düsseldorf: Ausfahrt Nr. 24 der A 59 (Monheim-Baumberg). Der Beschilderung "Monheim Mitte / Parkplatz Altstadt" folgen, im Kreisverkehr links Richtung Monheim. Dann weiter über Monheimer Straße, Rheinpromenade und Kapellenstraße zum Parkplatz Altstadt.
  • Mit dem Auto aus Richtung Leverkusen: Ausfahrt Nr. 25 der A 59 (Monheim). Richtung Monheim der Beschilderung "Monheim Mitte / Parkplatz Altstadt" folgen.
  • Mit Bahn und Bus: Mit der S-Bahnlinie 6 bis Langenfeld. Dann mit VRR-Buslinie 791 Richtung Monheim bis Haltestelle Kulturzentrum. Von dort wenige Minuten Fußweg zum Marienburgpark (Eingang Parkstraße).
  • Mit dem Fahrrad: Der Marienburgpark ist aus allen Richtungen mit dem Fahrrad gut zu erreichen. An den Parkeingängen befinden sich Fahrradständer.

Grafik: Orientierungsplan Marienburgpark

Lageplan abrufen (273 kb)


Foto: Grottenbauwerk Grottenbauwerk

 

 

 

Foto: Marienpavillon Marienpavillon

 

 

Die Bäume im Marienburgpark


Archos Palingenius

"Und als die Fluten des Rheins zurückwichen, tauchten bizarre Knochenfragmente aus ihnen auf. Sie schienen zu einem mächtigen Fabelwesen zu gehören, das in dunkler Vorzeit im Fluss und an dessen Ufern zu Hause gewesen sein musste…"

Kopf des Archos Palingenius

Das der künstlerischen Phantasie des Metallplastikers Odo Rumpf entsprungene Fabelwesen ist der kunstvolle Versuch, die imaginäre Frühgeschichte Monheims mit der realen historischen Entwicklung der Stadt in einer Großskulptur zu verschweißen. mehr


 
 


 
 
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